Sunshine Coast: von Gibson nach Madeira Park

Die längsten Schlangen an der Fährstation Horseshoe Bay sind die für die Fähre nach Nanaimo, Vancouver Island. Kürzer sind die nach Langdale, dem Start der Sunshine Coast. Schade eigentlich, denn hier gibt es so viel zu erleben!

Die einzige Verbindung zur Sunshine Coast ist über das Wasser, durch die vielen Meerengen gibt es keine Straßen über das Festland. Gerade mal 40 Minuten braucht die Fähre von Horseshoe Bay nach Langdale, dem östlichen Ausgangspunkt für die Erkundung der Küste. In Langdale selbst ist wenig los, im Nachbarort Gibson dafür schon mehr. Der kleine Küstenort liegt in einer geschützten Bucht, idylisch mit bunten Holzhäuschen und schaukelnden Booten im Hafen. Hier am Hafen findet man auch das “Smoke On The Water BBQ Shack“, ein kleiner Imbiss mit einer großen Auswahl an Pulled Pork, Poutine, Brisket und vielen weiteren Leckereien.

 

So gestärkt fahren wir an der Küste weiter nach Madeira Park, unser Ausgangspunkt für die nächsten Tage. Wer hier bleibt, sollte das wie wir im Painted Boat Resort tun. Alle Apartments überblicken den kleinen Hafen und sind mit allem ausgestattet, was man so braucht. Nach einer langen Wanderung schmeckt das Fleisch vom eigenen Grill am Abend besonders gut! 

 

Die Reiseberichte aber auch die Locals sind sich nicht wirklich einig, welche Wanderung zu welchem Aufstieg sich hier in der Gegend um Madeira Park mehr lohnt, um mit einem sensationellen Panorama belohnt zu werden: Mt Daniel oder Pender Hill. Im Zweifel nimmt man einfach so wie wir beide in Angriff.

Der Parkplatz zum Startpunkt der Wanderung hoch zum Mt Daniel ist nicht einfach zu finden. Eigentlich ist es eher eine große Parkbucht am Straßenrand der Garden Bay Road mit einem kleinen Aufsteller, dass der Weg hier startet (eine gute Wegbeschreibung findet man hier). Der Wanderweg ist mit ca. 3 km relativ kurz, aber sehr steil und anstrengend, da kommt man ordentlich ins Schwitzen. Aber der Ausblick auf Pender Harbour und Garden Bay lohnt sich! 

Nach dem Abstieg gehen wir gleich die Konkurrenz an, den Pender Hill. Der ist nur eine 10-minütige Autofahrt entfernt. Pender Hill ist etwas niedriger, der Aufstieg aber nicht einfacher, vor allem wenn man schon ein paar Höhenmeter in den Beinen hat. 1,5 km geht es durch den Wald immer höher (genauere Beschreibung hier) und steiler, bis man endlich durch die Bäume Wasser erkennen kann. Ganz oben auf einer Art großen Plattform angekommen, eröffnet sich eine grandiose Aussicht auf die Strait of Georgia, auf Seen, Buchten, vorgelagerten Inseln und kleinen Häuschen darauf. Dieser Blick lässt den Pender Hill im Wettbewerb um die schönste Wanderung gewinnen.  Wir genießen unser kleines Picnic in vollkommener Stille, nur wenige andere Wanderer kreuzen an diesem Tag unseren Weg. Genauso haben wir uns Kanada vorgestellt!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.