Japan im Überblick – Tag 3 – Kyoto

Heute ging es in Kyotos Gärten und Tempel: gestartet sind wir ganz früh im Ryoan-Tempel, ein Zen-Garten, der zum Entspannen einlädt. Wie man den Kies so in Kreisen harkt, ohne dass man Fußspuren hinterlässt, ist mir nach wie vor ein Rätsel. Apropos Fußspuren: in japanischen Tempeln gilt die Regel, dass man Holz nur barfuß betritt. Deshalb stehen vor vielen Schuhregale, in denen man seine Schuhe für die Dauer des Aufenthalts parkt.

Nach dem Ryoan-Tempel ging es direkt weiter in den Kinkaku-ji Tempel mit seinem Goldenen Pavillon – das wohl bekannteste und meistfotografierte Motiv Japans. Diese Vermutung lässt zumindest die Masse an Touristen zu, die ebenfalls mit uns früh zur Sehenswürdigkeit aufgebrochen sind. Der Pavillon ist ganz in Gold getaucht und liegt wunderschön eingebettet in die Landschaft in einem See. Im weitläufigen Park kommt man unweigerlich an eine Stelle mit noch mehr Touristen, denn hier entscheidet sich, ob man nach Japan zurückkehrt. Trifft man mit einer Münze in ein bereitgestelltes Gefäß, kommt man wieder. Auch ohne Treffer kommen wir zurück, das steht fest!

Schließlich hat uns im Kodaji-Tempel ein Zenmeister in die Kunst der Mediation eingeführt. In einem einfachen Raum hat er uns unter anderem im Lotussitz sitzend auf den eigenen Atem hören lassen. Es ist gar nicht so einfach, vielleicht sogar für gestresste Großstädter unmöglich, sich nur darauf zu konzentrieren und komplett abzuschalten.

Noch mehr zu sehen gab es am Nachmittag im Nijo-jo Schloss: hier verkündete der damalige Shogun die Restauration der Macht des Kaisers. Highlight für mich war das „Nachtigall-Parkett“: die Fußböden machen durch eine geniale Konstruktion bei jedem Schritt ein pfeifendes Geräusch, sodass sich Spione früher nicht anschleichen konnten. Bei so vielen Touristen ist das natürlich heute ein großes Spektakel!

Reizüberflutung auch am Abend im Yodobashi Kaufhaus, dem japanischen Konsumtempel auf 6 Stockwerken und lauter Musik und Blinken überall. Das mussten wir mit Okonomyaki, japanischer Pizza, verdauen. Mmh! In dieser Woche hat übrigens offiziell die Kirschblüte begonnen: die Regierung hat die erste Blüte in Kyoto in der Zeitung bestätigt. Oh, wie aufregend!

Japan im Überblick – Tag 2 – Kyoto

Nach einer wirklich nötigen Portion Schlaf sind wir bereits 6:30 Uhr aufgestanden, um als gute Touristen die ersten an der Sehenswürdigkeit zu sein, ganz klar. Heute, an Tag 2, stehen Uji und Nara auf dem Programm.

Uji ist für seinen grünen Tee und den Byodoin-Tempel berühmt. Dieser ist auch auf dem 10-Yen-Schein zu sehen. In der Phoenix-Halle des Tempels steht ein großer, vergoldeter Buddha. Wir waren wirklich die allerersten Touristen und konnten schöne Bilder ohne Menschenmassen machen. Etwas später sah das schon ganz anders aus. Gleich danach wurden wir in die hohe Kunst der Teezubereitung eingeführt. Das war ein ganz eigenes Spektakel, denn es gibt viele Regeln, die zu beachten sind: richtige Handhaltung, Verbeugen, Schale richtig herum halten und natürlich das eigentliche Trinken bzw Schlürfen des Tees. Wir saßen auf Knien auf Tatamimatten um die Teezermonienmeisterin herum und haben andächtig jede Bewegung verfolgt, um anschließend selbst den Tee richtig zu trinken. Es ist nicht so einfach wie es klingt!

Nach dieser ersten Einführung in die japanische Kultur ging es weiter nach Nara in den Nara-Park und den Todaiji-Tempel. Nach einer super leckeren Stärkung in unserem ersten Sushi-Restaurant der Reise haben wir im Nara-Park Hirsche beobachtet, die dort frei herumlaufen. Interessanter sind aber eigentlich die Touristen, die diese füttern und mit ihnen für die Kamera posieren. Nicht immer finden die Hirsche das amüsant… Der Todaiji-Tempel ist der größte Holzbau Japans und mit 47m Höhe und 57m Länge wirklich von beeindruckender Größe. Innen steht ein bronzener Buddha, mit 15m der größte in ganz Japan.

Zurück in Kyoto haben wir uns für einen gemeinsamen Spaziergang im Gion-Viertel und anschließendem Abendessen verabredet. Das Vergnügungsviertel ist das Zuhause der Geishas und Meikos. Leider ist dies ein aussterbender Beruf und es  leben nur noch wenige in den engen Gassen des Viertels. Umso glücklicher können wir uns schätzen, dass wir tatsächlich drei von ihnen (keine Touristinnen!) getroffen haben, die ganz schnell in das nächste Haus geschlüpft sind. Abends ist hier richtig viel los! Zum Abendessen gab es traditionelle Kaiseki-Küche. Ich bin mir nicht sicher, was wir alles gegessen haben, aber es war sehr, sagen wir, interessant: Meeresfrüchte, Tofu, Eierspeisen, Sushi, Lotus, Bambus. Vom Restaurant ging es zurück mit dem Bus – macht einen Haken mehr auf der Liste und markiert das Ende des zweiten Tages unserer Reise.

Japan im Überblick – Tag 1 – Kyoto

Kyoto. Japan. 8 Uhr morgens. Endlich da!

Nun sind wir also in Japan angekommen und werden die nächsten beiden Wochen das Land und seine Leute erkunden. Und das nicht allein, sondern mit einer bunt gemischten Truppe, die sich am Flughafen in Osaka das erste Mal trifft. Unser Reiseleiter Ito-san wird uns auf unserer Reise begleiten.

Wir fahren direkt zu unserer ersten Station und Sehenswürdigkeit, dem Kiyomizu-Tempel, mitten im Gion-Viertel. Schon um diese Zeit sind die kleinen engen Gassen voller Touristen, manche bekleidet so wie wir, manche als Geishas. Der Tempel ist ein buddhistischer Tempel und gehört zum Unesco Kulturerbe. Wir genießen den Ausblick auf die Stadt und die ersten Kirschblüten von der großen Holzterrasse und beobachten die vielen Gläubigen, die um Glück, Liebe und Weisheit erbeten. Der erste japanische Snack sind grüner Tee und Teigtaschen.

Frisch gestärkt geht es weiter zum Sanjusangendo-Tempel, in dem 1001 mit Blattgold überzogene Kanon-Statuen stehen. Auch hier erfahren wir wieder viel über die japanische Geschichte und Religion. Und Gebräuche. Nämlich unbedingt Schuhe ausziehen, wenn man einen Tempel betritt. Darauf weisen unzählige Schilder hin und wenn die nicht helfen, dann die bösen Blicke der Angestellten oder anderen Besucher.

Nach diesem umfangreichen ersten Tag sind wir froh, als wir am späten Nachmittag im Hotel direkt am Bahnhof ankommen und hier die mehreren Stockwerke voller Restaurants zu erkunden. Wir entschließen uns für Ramen, japanische Nudelsuppe, und bestellen, wie sich das gehört, unser Essen am Automaten, bekommen einen Ticket, stellen uns an und werden schließlich zeitgleich mit der fertigen Suppe platziert. MMMMHHH!

Was für ein Auftakt in unser Abenteuer.

Japan im Überblick – Anreise

Reiseroute (Bild direkt von Studiosus, mit deren Rechten)
Reiseroute (Bild direkt von Studiosus, mit deren Rechten)

Am 20. März haben wir uns aufgemacht zu einer knapp 2 wöchigen Studiosus Gruppenreise nach Japan. Die geplanten Stationen waren Osaka – Kyoto – Toba – Takayama – Hakone – Suwasee – Kamakura – Tokyo – Nikko (alles auf der Hauptinsel Honshu).

Angereist sind wir mit der Lufthansa also nach Osaka (zuvor mit dem ICE von Nürnberg nach Frankfurt). Flug war top, wie auch die Vorbereitung durch Studiosus. Wir bekamen jede Menge Reiseunterlagen, aktuelle Reiseinformationen, Kofferanhänger, es wurde um Notfalltelephonnummern gebeten, rundrum war der Einstieg in die Reise schon 1a organisiert. Keine Fragen blieben offen.

Weiter geht es dann mit den Bericht und Bildern von Tag 1 in Japan (nämlich Kyoto).

Hausumbau-Reste und Um-/Einzug

Es gab eine längere Pause, und mittlerweile sind wir in unser Haus eingezogen. Der Umzug lief gar flutschig, dank vieler lieber und fleißiger Helfer, bei denen wir uns an der Stelle noch einmal bedanken wollen.

Vor dem Einzug wurde fertig gestrichen, und die Fussböden auch fertig verlegt, in Finger geschnitten, Schreibtische gekauft und beim Einzug aufgebaut Es sind jetzt noch ein paar kleine Nacharbeiten (die ein oder andere Lampe aufzuhängen, und noch 1-2 Sockelleisten zu befestigen). Mein Fahrrad habe ich auch erfolgreich von Fürth nach Moorenbrunn überführt. Bilder & Pinnwände wurden auch bereits wieder aufgehängt.

Die verbliebene Liste:

  • Wohnzimmer – fertig !
  • Küche, ein bisschen Farbe an kleine Wandbereiche bringen
  • Lampen im Wohnzimmer & Kinderzimmer aufhängen