Japan im Überblick – Tag 10 – Tokyo

Was für ein Tag! Wir sind völlig platt vom Sightseeing, Laufen und den vielen Eindrücken, die auf uns prasseln. Tokyo ist noch einmal eine ganz img_1410andere Nummer als Kyoto und würde man eine Empfehlung aussprechen,
dann die, Tokyo hintenranzuhängen, damit man sich erst einmal an Land und Leute (und Lichter) gewöhnt. Das Auge weiß hier gar nicht so recht, worauf es sich zuerst konzentrieren soll.
img_1411Angefangen hat der Tag in Kamakura im Tempel Hasedera. Die Legende sagt, dass ein Mönch aus einem riesigen Baumstamm zwei Figuren aus Holz geschnitzt hat. Eine Statue steht nun in Hase bei Nara, die andere hatte er über das Wasser auf seine Reise geschickt, nur um 15 Jahre später in Kamakura an Land geschwemmt zu werden. Heute steht an img_1412
dieser Stelle eben jener Tempel. In die Buddha-Statue kann man sogar
hineingehen.

 

 

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Auf dem Rückweg nach Tokyo haben wir einen Zwischenstopp in Yokohama, der zweitgrößten Stadt Japans, eingelegt. Man kann dort sehr schön im Hafen sitzen und Leute beobachten.

img_1415Wieder in Tokyo sind wir direkt ins Zentrum zum Meiji-Schrein gefahren, wunderschön mitten im Stadtzentrum und umgeben von einem künstlichen Wald. Hier durften wir ein echtes japanisches Hochzeitspaar bei ihrem Fotoshooting beobachten, was natürlich sehr spannend war, denn die Gewänder und Bräuche sind ganz anders als bei uns.

Anschließend haben wir uns in das Gewimmel der Takeshita-dori-Straße img_1417gestürzt, in der sich junge Japaner mit Shoppen und Essen die Zeit vertreiben. Möchte man sehen, was gerade modisch angesagt ist, ist man hier richtig. Es ist wirklich verrückt! Nicht weniger verrückt ist die berühmteste Kreuzung der Welt in Shibuya. Hier strömen von allen Seiten scheinbar unkoordiniert hunderte Menschen zusammen. Vom Starbucks an einer der Ecken das reinstes Schauspiel, das man nicht verpassen sollte!

Japan im Überblick – Tag 9 – Tokyo

Begonnen hat der Tag heute mit einem Highlight: freie Sicht auf den Fuji!

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Das Gewitter der letzten Nacht hat alle Wolken vertrieben und die img_1398Morgensonne (wir sind extra 5 Uhr aufgestanden) tut ihr Übriges. Der Anblick ist einfach nur grandios und die Sonne strahlt den Fuji extra für uns an. Unterwegs haben wir mehrere Fotostopps gemacht, um den heiligen Berg an aller Pracht genießen zu können und es hat sich jedes Mal gelohnt. An einem img_1402Stopp waren wir für etwa 10 Minuten die einzigen Menschen weit und breit. Danach war es mit der herrlichen Ruhe vorbei
und mindestens 10 Reisebusse und ihre chinesischen Insassen bevölkerten das Areal..

 

Nun sind wir also in Tokyo, in dieser aufregenden, bunten, leuchtenden Stadt! Unser Hotel liegt mitten in Shinjuku, unweit des Park Hyatt, in dem Lost in Translation gedreht wurde. In Tokyo haben wir die Sightseeing Tour im Ginza Viertel gestartet, einem Nobelviertel mit vielen Reklamen und hohen Gebäuden. Eine leckere Nudelsuppe war auch dabei. Von dort sind wir vorbei am Kaiserpalast (der heute wohl einmalig der Öffentlichkeit zugängig gemacht wurde, denn es war halb Japan auf den Beinen und hat sich in langen Kringeln angestellt) in den Ueno Park gefahren. Der ist in der Kirschblütensaison für das Hanami Fest bekannt. Hanami heißt so viel wie ‚Kirschblüten gucken‘ und beschreibt das Zusammensitzen unter Kirschblüten mit seinen Liebsten. Überall sitzen Menschen auf Decken und genießen gemeinsam ein Piknik unten den blühenden Bäumen. Es ist wirklich ein schöner Anblick und nur von kurzer Dauer, denn Kirschblüten blühen nur wenige Wochen im Jahr. Auch die Ameyoko Straße mit den frischen Fischen (einiges seeehr interessant), kleinen Lädchen, Süßigkeiten und sonstigem Krimskrams sind wir entlang gelaufen. Den Abend haben wir in unserem Viertel Shinjuku und seinen unzähligen Möglichkeiten zu essen verbracht. Wir haben uns für running sushi entschieden und es natürlich nicht bereut! Den grandiosen Abschluss des ersten Tokyo-Abends bildete schließlich der Aussichtsturm des Rathauses direkt gegenüber vom Hotel. All diese Lichter, das ist einfach Wahnsinn!

Japan im Überblick – Tag 8 – Hakone

Wir hatten eine wirklich überraschend angenehme Nacht auf den Futons! Gestern Abend, während wir es uns beim Essen gutgehen lassen haben, wurde der Tisch in der Mitte des Raumes beiseite gestellt und die Futons (=das Bett) aus den Schränken herausgeholt und auf die Tatamimatten gelegt. Etwas skeptisch waren wir ja schon, ob es sich darauf wirklich schlafen lässt. So ein Ryokan ist definitiv eine tolle Erfahrung und ich bin froh, dass wir das erleben konnten.

Von Suwa ging es über Berge nach Hakone über das Fuji Visitor Center. Leider haben wir aufgrund der tiefhängenden Wolken keinen Fuji sehen können. Auch auf dem Ashi Lake, auf dem wir eine Bootstour gemacht haben, war nichts zu machen. Dieses Motiv ist ein sehr beliebtes und es war schade, dass es nicht auf unser Kamera zu finden ist. Für das Mittagessen haben wir uns übrigens ein Reisgericht am Automaten gezogen (integrierte Mikrowelle macht es möglich), sehr witzig die Japaner. Nach der eher mauen Bootstour sind wir einen alten Weg aus der Edo-Zeit gelaufen, an dem die Reisenden ihren Pass vorzeigen mussten. Diese alte Station beherbergt auch noch heute viele kleine Geschäfte, unter anderem ein Holzladen, in dem uns der Meister voller Freude all seine kleinen Tricks mit versteckten Hohlräumen in Schatullen oder falsche Türen gezeigt hat.

Heute waren wir schon gegen 5 Uhr im Hotel – perfekt für eine ausgiebige Körperpflege im Onsen. Der Außenbereich war mir wegen des aufkommenden Gewitters allerdings zu gefährlich, die vielen Pflegeprodukte habe ich aber natürliche alle ausprobiert.

Japan im Überblick – Tag 7 – Takayama – Matsumoto – Suwa

Den Tag haben wir im Hida-Freilichtmuseum von Takayama begonnen. Dort kann man sehen, wie die Japaner, hauptsächlich Bauern, früher gewohnt und ihr Handwerk verrichtet haben. Auch ein Kaufmannshaus haben wir besichtigt. Da die Häuser nach Fläche zur Straße bemessen und gemietet werden, sehen sie dorthin auch sehr klein aus. Tritt man allerdings ein, zeigt sich erst die wahre Größe – und der Reichtum – des Hauses. Sehr gewieft!

img_1387Das Wetter ist wieder super mit Sonnenschein satt. Nach einem Stopp in den Bergen mit schneebedeckten Spitzen kommen wir nach Matsumoto, zur schwarzen Burg. Diese 400 Jahre alte Burg zeigt noch heute wie sich damals verteidigt wurde. Man kann ganz nach oben klettern oder sich im Garten mit Samurais und Ninjas fotografieren lassen.

Von Matsumoto geht es schließlich nach Suwa an den Suwa-See, wo wir die Nacht in einem japanischen Ryokan verbringen, einem typischen Hotel, wo die Futons am Abend ausgerollt werden. Wir werden beim Empfang komplett mit Kimono/Yukata, weißen Zehensocken und kleinem Beutelchen für die Habseligkeiten ausgestattet. img_1393Auch einen festeren Umhang für die kältere Jahreszeit gibt es dazu (sehr praktisch mit Taschen in den Ärmeln!). Männer tragen einen Yukata und den Gürtel um die Hüften (wohl zur Betonung des Bierbauches), Frauen tragen Kimono und den Gürtel um die Taille. Gerade als wir uns umziehen wollen, hat es geklopft und eine Zimmerdame hat uns aufwändig Tee zubereitet und Torsten beim richtigen Anziehen des Yukata geholfen. Außerdem wurde uns noch einmal eingeschärft, dass man das Hotel nur in den bereitstehenden Latschen betreten darf, die im Zimmer natürlich auszuziehen sind. Und wehe, man geht mit den Toilettenschuhen ins Zimmer oder gar den Speisesaal!! Natürlich habe ich auch den hoteleigenen Onsen wieder ausführlich getestet, um mich anschließend für das super leckere Abendessen bereitzumachen: Sashimi, Tempura, Suriyaki, Gemüse, Sashimi von einem Fisch, der vor unseren Augen zerlegt und serviert wurde und einiges Undefinierbares. Mmh!

Japan im Überblick – Tag 6 – Takayama

img_1376Heute verbringen wir den Großteil des Tages im Zug, denn es geht von Toba nach Takayama. Der Tag beginnt mit einem gewöhnungsbedürftigen japanischen Frühstück, das mir nicht so recht bekommt. Wer möchte schon mit Hummersuppe den Tag starten?

Reisen ist wirklich bequem und überraschend einfach, denn alles ist auf Englisch ausgeschildert und wir finden trotz Umsteigens unseren Weg, unseren Zug und unseren reservierten Sitzplatz. Für die Fahrt haben wir uns in einem Supermarkt mit Snacks eingedeckt. Da gibt es wirklich feine Sachen, man muss sich nur trauen 🙂

In Takayama angekommen haben wir unser Gepäck verstaut und sind in der Altstadt spazieren gegangen. Diese ist mit ihren kleinen engen Gassen und Holzhäusern genauso wie man sich das alte Japan vorstellt. Heute ist es natürlich hauptsächlich touristisch mit den vielen Läden, in dem Sake, Grüntee-Eis (!) und Hida-Rind und allerlei Souvenirs angeboten werden. Es ist hier deutlich kälter als in Kyoto und von unserem Hotelzimmer kann man die schneebedeckten Berge sehen. Perfekter also geht es kaum, als wir entdecken, dass der Onsen des Hotels auf der Dachterasse einen spektakulären Blick auf genau diese Aussicht bietet. Ich könnte mich wirklich daran gewöhnen! Auch das Abendessen ist wieder besonders, img_1383denn es gibt Sukiyaki. In diesem Menu gibt es von Salat, Sushi, Tempura bis hin zu Sukiyaki (Rindfleisch in Brühe gekocht) und einer heißen Platte, auf der man sein rohes Rindfleisch selbst brät, alles. Lecker!