Namibia: praktische Hinweise zu Mietwagen, Sicherheit, Kleidung und Trinkgeldern

Nun sind alle Reiseberichte über unsere Tour durch Namibia geschrieben und zumindest eine kleine Auswahl von Bildern hochgeladen. Wir hoffen sehr, dass wir nun Reisefieber erzeugt haben und Namibia als Reiseziel ein paar Plätze auf der Liste nach oben gerutscht ist. Wenn nun Verunsicherung herrscht, ob man in Afrika zurechtkommt und ob es auch wirklich sicher ist und was man alles bedenken muss, dann sei hiermit gesagt: die gleichen Gedanken hatten wir auch. Deshalb hier Antworten auf die drängensten Fragen zu Mietwagen, Straßenzustand, Tanken, Sicherheit, Kleidung und Trinkgelder. So wird der Namibiaurlaub genauso schön wie unserer!

Mietwagen und Straßen

  • Ein internationaler Führerschein ist von Vorteil, auch wenn wir ihn nicht benötigt haben. Manche Vermieter verlangen ihn bei der Anmietung des Mietwagens und auch die Polizei möchte ihn bei Kontrollen gerne sehen.
  • Auch wenn es überdimensioniert erscheinen mag, ein großes Auto bietet nicht nur viel Platz, sondern auch gute Sicht und vorallem gute Stoßdämpfer.
  • Ein Ersatzrad wird bei allen Autos mitgeliefert, einen Reifenwechsel sollte man aber vielleicht üben, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Die Mietwagenfirmen erstatten anstandslos neu gekaufte Reifen, wenn man die Quittung dafür vorlegen kann.
  • Tanken sollte man immer wenn es geht, selbst wenn Tank noch halb voll ist. Man weiß nie, ob die nächste Tankstelle wirklich sowohl Benzin als auch Diesel verkauft.
  • Die Strecken sind lang und einsam und nicht immer ist ein Supermarkt in der Nähe, also unbedingt 2 Wasserkanister mitführen. 5l kosten gerade mal N$30.
  • Das Tempolimit beträgt 120 km/h bzw 60 km/h auf Schotterpisten. Das hat schon seinen Grund und wird auch gern mit Radarfallen überprüft.
  • Möglichst immer vor Einbruch der Dunkelheit an der Unterkunft ankommen! Es ist stockdunkel und auf den Schotterpisten werden Bremswege extrem lang, wenn plötzlich Tiere den Weg kreuzen.

Kleidung

  • Man nimmt immer zu viel mit!
  • Nächte in Afrika können richtig kalt werden, daher auch an warme Kleidung denken! Warme Kleidung und Tuch ist auch hilfreich, wenn man sich mit offenen Autos auf Safari begibt, der Fahrtwind ist nicht zu unterschätzen.
  • Der beste Schutz vor Mücken ist eine lange Hose und Jacke/Pullover.
  • Die meiste Zeit sitzt man im Auto (entweder im eigenen oder in Safari-Geländewagen), Safarikleidung in khaki und beige ist also nur bedingt notwendig. Möchte man aber wandern, ist Kleidung in naturfarben sicherlich nicht verkehrt. Schwarz-weiß (=Zebra) oder rot (=Signalfarben) sind interessant für wilde Tiere. Weiße Kleidung hat auch den Nachteil, dass sie sehr schnell staubig und dreckig wird.
  • Geschlossene, knöchelhohe Schuhe sind empfehlenswert, wenn es in Gebiete mit Schlangen oder Skorpionen geht, meist reichen aber Leichtwanderschuhe oder bequeme Sportschuhe.
  • Unbedingt an Kopfbedeckung denken, die Sonneneinstrahlung ist deutlich höher als in Deutschland und Schatten rar.

Sicherheit

  • Autotüren und Fenster sollten immer verschlossen werden, auch beim Fahren. So kann ein potentieller Dieb nicht einfach die Tür aufreißen und Gegenstände von der Rückbank stehlen.
  • Wertvolle Gegenstände nicht offen im Auto liegen lassen. Gelegenheit macht Diebe.
  • An Tankstellen und ggf. auch Supermärkten ist es am besten, wenn einer im verschlossenen Auto sitzen bleibt.
  • Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man in den Städten nicht mehr spazieren gehen. Auch Wertgegenstände offen zu tragen ist nicht ratsam. Bei Stadttouren also am besten nur mit Telefon, ein bisschen Bargeld und Ausweiskopie losziehen.
  • Bitte ausschließlich Parkplätze nutzen, die von einem car guard bewacht werden (gelbe Warnweste, Trinkgeld N$5-10 je nach Tageszeit und Parkdauer).
  • Beim Tanken genau überprüfen, ob der Zähler wirklich auf Null gesetzt ist.

Trinkgeld

  • Alle Serviceangestellten freuen sich über Trinkgeld, weil es ihr Gehalt aufbessert!
    • Tourguide: N$50-100 
    • Car Guide: N$2-10 je nach Tageszeit
    • Tankwart: N$2-5
    • Restaurant: 10-15% 
    • Serviceteam: N$50 in tipp box bei Abreise

Photographisches

Zum Thema Fotografieren (welche Kamera, welches Objektiv, Staub und Co) haben wir hier einen eigenen Post erstellt. 

 

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