Namibia: Deutsche Vergangenheit in Swakopmund

Auf dem Weg zum Meer – unser nächstes Ziel ist die deutsch anmutende Stadt Swakopmund – kommen wir zunächst an Solitaire vorbei. Weniger ein Ort als eine kleine Ansammlung von Gebäuden, ist Solitaire mit seiner Tankstelle dennoch ein strategisch wichtiger Zwischenhalt vom Sossusvlei nach Walvis Bay und Swakopmund. Hier gibt es neben Benzin auch eine Lodge und eine Reifenwerkstatt sowie eine Cafe mit dem berühmten Apfelkuchen, der in jedem Reiseführer beschrieben wird. Und es lohnt sich wirklich dafür anzustehen. Mmmmhhh!

Hat man den aufregenden Kuiseb Canyon hinter sich gelassen und fährt die schnurgerade Straße nach Westen, taucht man so langsam wieder in die Zivilisation ein. Aus der Schotterstraße wird eine Asphaltstraße und die ersten Häuser tauchen am Straßenrand auf. Hier beginnt Walvis Bay. Noch 30km mehr entlang am Meer und man hat Swakopmund erreicht. Es sind noch immer überall die Anzeichen der deutschen Kolonialzeit zu sehen: deutscher Baustil, Beschriftungen und Straßennamen in deutsch und eine Seebrücke. Nicht umsonst wird Swakopmund auch das südlichste Nordseebad genannt. Auch der Inhaber unseres Gästehauses ist deutscher Abstammung und reserviert uns gleich für den Abend einen Tisch in Kückis Pub, neben dem Brauhaus eine Institution der Stadt. 

Die nächsten beiden Tage stehen ganz im Zeichen der Erkundung der Stadt und Umgebung. Ziel von Tommys Living Desert Tour ist es zu zeigen, dass es trotz widriger Bedingungen dennoch Leben in der Wüste gibt und dass man nicht nur nach Afrika kommen sollte, um die Big 5 (Löwe, Elefant, Nashorn, Wasserbüffel, Leopard) zu sehen, sondern auch die Little 5 (Chamäleon, Gecko, Eidechse, Spinne, Schlange). Früh am Morgen fahren wir also in die Wüste hinter Swakopmund und erkunden sie mit einem speziellen Fahrzeug. Unser Guide erklärt uns nicht nur die Tierwelt, sondern auch wie die Dünen und Wüsten entstanden sind. Und natürlich welchen Spuren man folgen muss, damit man die kleinen Tiere auch entdecken kann. Kaum hat er etwas erspäht, wühlt er auch schon im Sand oder in Büschen und präsentiert stolz ein trächtiges Chamäleonweibchen oder eine Schlangenart, die wir sogar anfassen dürfen. Wir haben wirklich Glück und begegnen allen Little Five. Abgerundet wird der Ausflug mit einem kleinem Picnic auf einer hohen Düne und einer spektakulären Offroadfahrt. Wenn man in Swakopmund ist, sollte man diese Tour unbedingt mitmachen, es lohnt sich!

Am nächsten Tag geht es direkt mit Abenteuer weiter, denn wir haben uns entschieden, die Stadt auf Fatbikes zu erkunden. Mit unserem Guide geht es ganz lässig vorbei an allen Sehenswürdigkeiten, wo wir viel über Geschichte und Leute erfahren. Besonders viel Spaß machen Fatbikes aber auf Sand, denn durch die Reifen cruist man ohne große Anstrengung über den Strand. Der Fahrradladen gehört übrigens zum Slowtown Cafe in der Innenstadt, in dem man herrlich ausspannen und Leute beobachten kann. Ebenso zu empfehlen sind die Fish & Chips sowie die Wraps bei Fork’n’Nice am Strand. Der Truck steht dort den ganzen Tag und verkauft frisch zubereitetes Streetfood. Grandios!


Tommys Living Desert Tour: Abholung ab Unterkunft, ca. 5 Std für N$700 pP, htttp://www.tommys.iway.na Fatbike Tour & Slowtown Coffee Roasters:  9 Altona House, Daniel Tjongarero Avenue, ca. 2 Std für N$350 pP, http://swakopfatbiketours.com sowie http://www.slowtowncoffee.com Fork’n’Nice: https://www.facebook.com/Fork-n-Nice-1016447365043634/

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