Paris für den kleinen Geldbeutel 1/3

Paris! Da denkt man unweigerlich an den Eiffelturm, an kleine Gässchen und schöne Häuserfassaden, an Cafes und stilvoll gekleidete Menschen, an romantische Spaziergänge in der Stadt der Liebe. Und an die Kosten… Dass Paris aber auch zu Fuß und mit einem kleinen Budget zu erkunden ist, haben wir bewiesen und wollen euch daran teilhaben lassen.

Für unseren Trip nach Paris haben wir fast 3 volle Tage Zeit. Glücklicherweise gibt es von Nürnberg aus mehrmals täglich eine Direktverbindung nach Paris Charles de Gaulle mit Air France. Damit man die Stadt mit ausreichend Zeit erkunden kann, bietet sich der (wirklich sehr) frühe Flug um 6:30 an. So landet man schon kurz nach 8 Uhr in Paris. Das Terminal 2F ist ein wenig ab vom Schuss, aber auch mit Shuttle und dem RER B ist der Gare du Nord, ein großer Bahnhof im Norden des Zentrums, in ca. 45 Minuten erreicht. 

Unser Ausgangspunkt für alle Touren ist das Midnight Hotel, nur 3 Minuten vom Gare du Nord entfernt. Sicherlich kommt man im Airbnb noch günstiger unter, aber für unschlagbare 80 Euro pro Nacht im Doppelzimmer (alle weiteren Kosten haben wir am Ende aufgeführt) bietet das Hotel alles, um für einen Städtetrip gerüstet zu sein. Hier startet auch der Rundgang des ersten Tages. Ein Wort der Warnung: wir haben alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkundet und so locker 15km am Tag zurückgelegt. Zu Fuß sieht man einfach mehr, man kann stehenbleiben, erkunden, Umwege laufen oder einkehren. Das ist gerade in Paris mit seinen schönen Häusern mehr als empfehlenswert. Natürlich kann man bestimmte Strecken auch mit der Metro oder dem Fahrrad (siehe Info unten) zurücklegen, wenn die Füße streiken. Also, los geht’s!

paris walking tour 3 days

 

Vom Ausgangspunkt sind es nur 1,5 km bis zu Sacré-Cœur auf dem Mont Martre. Die weiße Basilika thront als höchste Erhebung der Stadt über allem und ist entweder über steile Stufen oder eine kleine Seilbahn erreichbar. Die Kirche sollte man unbedingt (kostenlos!) besuchen, am besten wenn gerade Messe ist, denn die Akustik ist gigantisch. Mit den Öffnungszeiten von 6 Uhr morgens bis 22.30 Uhr ist sie fast den ganzen Tag ein Zufluchtsort für Gläubige. Ein Aufstieg auf die Kuppel (€6) lohnt sich bei klarem Wetter. Wir hingegen ziehen langsam weiter Richtung Moulin Rouge, dem Varieté mit der Windmühle auf dem Dach (daher der Name) im Vergnügungsviertel Pigalle. Unterwegs kommen wir an dem kleinen Platz Place du Tertre vorbei, wo unzählige Künstler ihre Arbeiten ausstellen und Touristen porträtieren. 

Der nächste Punkt auf unserer Runde ist das Kaufhaus der Kette Galeries Lafayette. Wenn man auf sein Budget schauen muss, sollte man das Stammhaus am Boulevard Haussmann natürlich nicht zum Shoppen besuchen, sondern wegen seiner wundervollen Jugendstilarchitektur mit alten Fahrstühlen und der beeindruckenden Kuppel im Inneren. Auf dem Weg zum Place de la Concorde kommen wir an der Oper vorbei, bevor wir durch den Tuileries-Garten Richtung Louvre schlendern. An mehreren Stellen auf dieser langen Allee hat man gemütliche Stühle aufgestellt, die bei den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings zum Verweilen einladen. Den Louvre haben wir als Schlechtwettervariante auf dem Plan, aber da das Wetter so mitspielt, tummeln wir uns nur auf dem Vorplatz bei der Pyramide und besuchen das Museum selbst nicht. Von anderen Besuchern wissen wir, dass man hier gut und gern 5 Stunden verbringen kann. Den Louvre kann man als junger Mensch (bis 26 Jahre) wie so viele andere Sehenswürdigkeiten in Paris übrigens kostenlos besuchen (Eintritt sonst €15, Ticketreservierung vorab empfohlen um langes Anstehen zu vermeiden).

Entlang der Seine laufen wir weiter durch kleine Gässchen zur Kathedrale Notre Dame, deren Türme schon von weitem zu sehen sind. Auf den Spuren des Glöckners von Notre Dame kann man auch die Türme besteigen (Eintritt bis 26J. kostenlos, sonst €10) und die Aussicht über Paris genießen. Wir allerdings schlendern nach einer Pause auf dem Platz vor der Kathedrale wieder Richtung Norden. Dabei kommen wir an dem sehr interessanten Gebäude des Kunst- und Kulturzentrums Centre Pompidou vorbei, bei dem alle Belüftungs-und Wasserrohre einfach mal nach außen hin schön bunt installiert sind. Das Viertel rund um das Gebäude ist herrlich niedlich und bietet viele schöne Fotomotive. Nach so viel Erlebnissen haben wir uns eine Stärkung in einem der vielen Bistros auf dem Rückweg redlich verdient.

Tagesbudget Pro person
      •  Flug mit Air France (Tarif Light)
    • Ticket Flughafen – Gare du Nord mit RER B
    • DZ im Hotel (€80 / Nacht)
    • Frühstück (Croissant & Kaffee)
    • Picnic zum Mittag (Supermarkt)
    Abendessen im Bistro
€150

€10

€40

€3

€5

€20

Midnight Hotel: 133, rue du Faubourg Saint Denis, 75010 Paris http://www.midnighthotelparis.com/en/ Fahrradverleih: Grundpreis €1,70 pro Tag (kostenlos jeweils für die ersten 30min) http://en.velib.paris.fr/ Metro: €1,80 pro Fahrt, €11,65 für Tagesticket Zone 1-3 http://www.ratp.fr/en/

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