Geschrieben von Tine unter China, Menschen, Sport
Kaum aus Qingdao zurückgekehrt, stand am Mittwoch schon wieder ein Programmpunkt an, und was für einer!
Nach der Arbeit ging es zum Karaoke, wo wir mit ein paar anderen Praktikanten von mir 3 Stunden lang schöne Lieder (The Prayer von Blocparty), Partylieder ( YMCA) und peinliche Lieder aus der Jugend ( Britney und BSB) sangen und trotzdem noch alle Texte auswendig kannten. Nun ja. Lustig war es allemal. Nach Karaoke ging es weiter in die Nanjie Bar, die für seine billigen Drinks bekannt ist und wo wir die Zeit bis zum FUßBALLSPIEL rumkriegen mussten. Irgendwann um 1 zogen wir dann ins Pavillion, eine richtig tolle Sportbar, wo wir schon ab und zu Formel 1 geschaut hatten und die dank riesen Leinwänden der ideale Ort für Public Viewing ist. Das Spiel beginnt hier in China erst 2:45, aber die Logenplätze sind schon um 1 weg und um 2 bekommt man gerade noch Plätze in der hinteren Südkurve. Trotz Entfernung zur Heimat war die Stimmung 1A, sehr sehr viele hatten sich im Fakemarkt mit Trikot und Schal eingedeckt und die Lieder wie Shalalala kann sowieso jeder. Das Spiel war, nunja, nervenaufreibend, besonders weil das Bild 3mal den Geist aufgab und so verhinderte, dass wir das 2:1 und das 2:2 sahen. Auch in der Schlussphase machte die Übertragung wieder schlapp, aber dank mobiler Technik wurde einfach zu Hause angerufen, das Ergebnis 3:2 und der ersehnte Abpfiff in die Menge geschrien und das kollektive Jubeln fand kein Ende. In der Zwischenzeit war es dann um 5, der Tag begann, es war hell und wir glücklich, aber hundemüde. Besonders bei dem Gedanken, in 3 Stunden wieder austehen zu müssen, aber meine Firma hatte den deutschen Fans für den Vormittag freigegeben, wenn man die Stunden natürlich nacharbeitet,und so stand ich um 10:30 auf der Matte, gleich mit dem Gedanken an Montag, wenn ich nach einem spannenden Finale glücklich und zufrieden gegen 6 in meinem Bett liege und an den Europameister Deutschland denke…