Musik


Was macht man so, wenn man zwei Tage nach den Prüfungen frei hat? Nichts und Karaoke. ;) Also haben wir es ganz ruhig angehen lassen und sind heute schließlich der typisch chinesischen Lieblingsaktivität nachgegangen: Karaoke. Und so geht auch ein weiterer Tag vorbei, bevor wir morgen wissen, wie wir abgeschlossen haben.

Am Sonntag hatten wir die einmalige Chance, ganz perfekt gestylt, stilvoll in die Semperoper zu einem Konzert zu gehen. Die Daetz-Stiftung aus Lichtenstein hatte ein Benefizkonzert organisiert und den Vormittag unter das Motto “Eine musikalische Reise durch die Welt” gestellt. So konnten wir, ich im schicken Schwarzen und Torsten mit Bundfaltenhose und Hemd, zusammen mit meiner Familie in der vierten Reihe Vivaldi, Sibelius, Mozart und sogar einem indischem Sitarspieler zuhören. Sehr,sehr edel. Die Oper ist einfach nur klasse und sieht viel besser aus als in der Radeberger Werbung ;) Anschließend schlenderten wir durch das sommerliche Dresden und speisten (lecker, aber viel zu viel) im Wenzel-Prager Bierstuben. Rundum ein gelungener Tag, sowas sollte man auch mal erlebt haben…

4. Juli 2007. Tatzeit 20:15 Uhr. Tatort Zentralstadion zu Leipzig. Nach 15 Minuten Wartezeit betraten eben um 20:15 Uhr die Herren Thompson, Stuermer, Banks, Rutherford und Collins die Bühne. Genesis also.

Die Bühne selbst war im Prinzip eine riesige Leinwand mit zwei “kleinen” Videowänden rechts und links, damit auch die “tiny little people in the very back”, zu denen auch wir gehörten, was sehen konnten. Von der ersten bis zur letzten Minute der 150 Minuten Spielzeit wurde ein perfekt inszeniertes Feuerwerk dargeboten, welches zumindest in meiner kleinen Konzertlaufbahn absolut seines gleichen sucht. Selbst auf den Rängen wo es uns hin verschlagen hatte, war der Ton perfekt. Collins’ Stimme war klar und deutlich zu hören ebenso wenn die Herren Rutherford & Stuermer die Klampfen schwungen. Oder die Drum-Duette von Collins & Thompson. Traumhaft. Progressive Rockmusik vom feinsten, 2 Schlagzeuge, Gitarren-Riffs eben nicht von der Stange, ebenso der Einsatz am Keyboard von Tony Banks. Die ~50.000 bekamen einiges geboten (wertungsfrei aufgezählter Auszug!): No Son Of Mine, Land Of Confusion, Follow You – Follow Me, Tonight-Tonight-Tonight, Domino, Home By The Sea, Invisible Touch, I Can’t Dance und für mich der absolute Killer: Mama.

Phantastisch. Einfach Traumhaft. Danke, dass ich das erleben durfte. Mir gehen wirklich die Superlative aus.

Gestern war es nun endlich soweit. Interpol-Konzert im Alten-Schlachthof zu Dresden. Vorher waren wir noch bei Tines Freundin in deren WG zu Besuch und speisten dort schmackhaft und preiswert beinah zweidimensionale italienische Backwaren.Dementsprechend gesättigt suchten wir (im wahrsten Sinne des Wortes X-( ) den Alten Schlachthof, und einen Parkplatz, auf. Und begaben uns dann in die Großraumsauna möchte man sagen. Wir trafen kurz nach 20:00 Uhr ein, 20:30 war als Beginn der Veranstaltung ausgepriesen, also genehmigten wir uns noch etwas zu trinken, und standen dann pünktlich zum angedachten Start in der großen Halle.Ok, ganz Pünktlich muss man ja nicht starten, ist in Ordnung, habe ich Verständnis für. Es war warm, und sehr warm, und eben auch verdammt warm. Aber uns dann 1 Stunde warten zu lassen, war für mich doch etwas zu viel des Guten, vor allem, da diese Zeit mit stets dem gleichen Reggae-”Lied” in der Repeat-Schleife “verkürzt” wurde. Wer mir in den nächsten Tagen irgendwelche Reggae-Klänge vordudelt, darf damit rechnen auf der Stelle erschlagen zu werden. ;(Egal, wie ich es mir dann erhofft hatte, entschädigte das Konzert für die Wartezeit. Sehr stilvoll gekleidet die Herren, dazu passend die Illumination der Bühne (und der Herren selbst). Nachdem der erste Song einer der etwas gemächlicheren Sorte war, hatte ich etwas Bedenken, da mir persönlich die Musik der Jungs etwas zu weich ist, aber schon der zweite Song animierte zum Hüpfen, hätten wir nicht in der lahmsten Publikumsecke gestanden, hätte ich dem auch exzessiv gefrönt :usweet: .Ich kenne leider nur das Album Antics von ihnen, aber davon spielten sie recht viel (7-8 Lieder?), vor allem meinen Liebling Not Even Jail, ab dem Zeitpunkt war das Konzert für mich vollends gelungen. Mit Schwung spielen konnten die Herren durchaus auch (den ultimativen Beweis erbrachten sie leider erst beim letzten Lied ;( ), es gingen also einige Lieder in meinem Sinne ganz gut nach vorn.Sehr, sehr schön. Gelungen. Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht heraus.

Interpol. Noch eine Woche… :usweet: .

Und sie ist wieder da :ulove: . Danke Jens (y) .

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