[mygal=tian-tan]

Am Sonntag war wieder ein Ausflug in der großen weiten Stadt geplant, diesmal entschieden wir uns für den Himmelstempel. Hier huldigte der Kaiser dem Himmel und bat in aufwendigen Zeremonien um reiche Ernte. Anders als die meisten Touristen benutzten wir nicht den Südeingang, sondern den Osteingang. Das verschaffte uns die Möglichkeit, einigen Chinesen bei ihren allmorgendlichen Ritualen zuzusehen, da der Tempel von einer riesigen Parkanlage umringt wird. So konnten wir zuhören, wie Arien eingeübt, Taichi praktiziert und andere wundersame Dinge durchgeführt wurden. Am Südtor dann machten wir erstmal eine kleine Pause. Schlechte Idee, denn so wurde eine chinesische Touristengruppe auf uns aufmerksam. Zunächst “heimlich”, dann aber sehr offensichtlich fotografierten sie uns. Durch mein Peace-Zeichen ermuntert, setzten sie sich gleich direkt neben mich und legten den Arm um mich. Diese Prozedur für das heimische Fotoalbum dauerte so lange, bis wirklich jeder 1 oder 2 Fotos mit uns hatte und der Reiseleiter zum Aufbruch aufrief. Wieder mal ein sehr lustiges Erlebnis. =) Jetzt begannen auch wir mit der eigentlichen Besichtigung. Die ganze Tempelanlage beruht auf mathematischen Spielereien, über 3 mal neun Stufen erklommen wir die Altarterasse, in deren Innersten 9 Steinkreise liegen. Alles ist auf die Zahlen 3 und 9 ausgelegt. Auf dem erhöhten Stein in der Mitte stand damals der Kaiser, also heute auch alle chinesischen Touristen… Weiter standen wir an der Echomauer, besuchten das Kaiserliche Himmelsgewölbe und gingen den Dammweg bis zur Hauptattraktion, der Halle des Erntegebets. Dieser reich verzierte Tempel strahlte in den herrlichsten Farben. Die Äußerung im Reiseführer, dass dies das vollkommenste und großartigste Werk chinesischer Baukunst ist, unterschreibe ich sofort. Einfach toll.Nach diesen großartigen Eindrücken machten wir uns auf den Rückweg. Im Park war immer noch reges Treiben, diesmal blieben wir bei einer Gruppe chinesischer älterer Frauen stehen, die zu “Too unlimited”, feinster 90er-Jahre-Trash tanzten, herrlich. Den Tag rundeten wir mit einer Sporteinheit in der Fitnessanlage des Parks ab, solche Sportgeräte stehen hier in Beijing überall kostenfrei zur Verfügung.On Sunday we visited the Temple of Heaven, where the emperor prayed for a good harvest. The park and the temple were so fascinating and beautiful. Besides the cultural aspect, we had some funny experiences: Torsten and me as photo objects for a Chinese tourist group, dancing Chinese women ( 90ies trash) and some people practising Taichi. Beautiful day!